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Neue Linsen auf’s Auge. Teil II: Tears don’t lie.

Während ich also noch meine Hornhaut mit all‘ ihren Höhen und Tiefen bestaunte, läutete die Optikerin bereits die nächste Runde ein. Ich nenne sie mal die „Fragerunde“: Wie oft in der Woche möchtest du die Linsen denn tragen? Wie lang ist dein (Arbeits-)Tag für gewöhnlich? Arbeitest du viel am Bildschirm? Treibst du Sport? Wenn ja, welchen? Und so weiter und so fort – also jede Menge Fragen, die für die Auswahl des richtigen Linsen-Materials entscheidend sind. Nachdem alle Informationen in meiner Kunden-Datei erfasst waren, wandte sich die Optikerin wieder meinem Auge zu – genauer gesagt meinem Tränenfilm. Denn – so erklärte sie mir: Ob Kontaktlinsen überhaupt vertragen werden und welches Material genommen werden kann, hängt auch davon ab, wie der Tränenfilm zusammengesetzt und wieviel Tränenflüssigkeit vorhanden ist. Eigen-Berechnungen nach dem Motto „Ey, isch hab letztens erst wieder Rotz und Wasser geheult im Kino. Trännenflüssigkeit hab isch also massisch“ sind da wenig erfolgversprechend 😉 Tatsächlich hat der Kontaktlinsen-Spezi da ganz spezielle Mittel (Spezi = speziell, merkste was?) um den Tränenfilm zu untersuchen. Mit einem kleinen, mit Flüssigkeit benetzten Streifen wurde nämlich mein Tränenfilm eingefärbt. Klingt komisch, is aber so. Und tut auch nicht weh – keine Sorge. UND heißt (leider) auch nicht, dass ich auf einmal alles grün oder rot gesehen habe. Das Ganze war lediglich für die Optikerin, die dann mit einem speziellen Licht (zählen Sie die „speziell“s in diesem Text und gewinnen Sie einen Blumentopf 😉 ) meinen Tränenfilm beleuchten konnte.
Auch diese Ergebnisse wurden flugs in den Rechner eingetippt, sodass wir nun ein ganz genaues Bild von meinen Augen (Sehtestergebnisse, Hornhaut in 3D, Tränenfilm in Farbe) + jede Menge Infos zu meinen Alltagssgewohnheiten und Tragewünschen vor uns hatten. Die Zeit für die Auswahl der Linse war gekommen.
Was dabei rauskam und wie das Probetragen verlief, erfahrt ihr im nächsten Teil.

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