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SehFee unterwegs. Heute: Festivallieren

Festivals gehören zum Sommer wie Vanillesoße zu roter Grütze, wie Erni zu Bert, wie Yin zu Yang. Zelt eingepackt, Grill und Bier und schon kann’s losgehen. Raus aus dem Alltag und sich von der Musik durch die Tage und Nächte tragen lassen. Freiheit pur, wenn ihr mich fragt. Freiheit ist dann übrigens auch auf meiner Nase angesagt, denn meine Brille lasse ich für diese Zeit zu Hause. Nicht, weil ich sie NICHT mag, sondern gerade weil ich sie mag. Denn jeder Festivalgänger kennt sie wahrscheinlich, diese Begebenheiten á la: „Wo ist denn mein zweiter Schuh hin – gestern Abend hatte ich den doch noch an (oder?)“. Auch schön: „Ich könnte schwören, dass ich mein Zelt hier aufgebaut hatte“.

So schnell kann es manchmal gehen. Schuhe weg, Zelt weg, Freund weg. Wenn man die dann auch noch ohne Brille suchen muss, weil selbige im Zelt (oder in den Schuhen…) lag, ist das mehr als blöd. Daher trage ich meine Sehhilfe für diese Zeit gerne direkt am Auge. Macht sich übrigens auch besser beim Tanzen und Springen (und Stagediven, wer drauf steht…).

Blöd ist es nur mit der Pflege. Die sanitären Anlagen sind ja auf Festivals immer, nun ja, ich will mal sagen „einfach“ gehalten: Dixi-Klo, Kuhtränke als Waschbecken, manchmal auch Container mit Duschen. Spätestens nach der ersten Nacht sind die aber komplett versifft. Ziemlich ungünstige Bedingungen für meine reinlichen Monatslinsen.

Badezimmer á la Festival. Dixi-Klo und Kuhtränke.

Daher halte ich es auf Festivals mit den Linsen so wie mit dem Rest von mir: Es wird in den Tag gelebt. Neuer Tag, neue Band, neue Linse, neues Glück. Tageslinsen sind da echt sehr praktisch. Die kriegt man auch nach dem dritten Bier noch raus aus dem Auge und kann sie einfach in die Ecke werfen und schlafen. Morgens gibt’s dann ein Paar frische (auch wenn das oft das einzige bleibt, was sich frisch anfühlt ;)…).

Blöd ist nur, wenn man mit den Linsen einschläft. Dann fühlt sich das morgens mitunter ganz schön dröge an im Auge. Für solche Fälle wäre es natürlich das allerbeste, eine alte Wenn-die-verloren-geht-is-nich-so-schlimm-Brille dabei zu haben. Witzigerweise gehen die auch nie verloren. Im Gegensatz zu den Darf-ich auf-keinen-Fall-verlieren-Brillen, die grundsätzlich verschwinden. Verrückt. Euch einen tollen Festival-Sommer!

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