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Freibier auf dem Oktoberfest!

Ja, ich gebe zu, eine ganz billige Masche ist das mit der Überschrift. Schäbige Buhlerei um Aufmerksamkeit in Zeiten multimedialer Informationsüberflutung. Aber hey, schön, dass du hier bist 🙂

Tatsächlich ist es so, dass die Begeisterung für das Oktoberfest bisher komplett  an mir abgeprallt ist. Ich bin immer wieder äußerst verwirrt (und irgendwie auch ein bissel beleidigt muss ich zugeben), wenn ich ins Ausland reise und die erste Reaktion auf die Bekanntgabe meines Herkunftlandes ist „Germany..yeah cool.. Oktoubörfescht“. Hm.

Ok betrachten wir die Sache mal ganz objektiv und ungeachtet der Tatsache, dass für mich, Nordlicht, das ich bin, die bayerische Kultur nicht weniger fremd ist als die fernöstliche oder die von..keine Ahnung…Melmac-Bewohnern.Was hätten wir da:

Menschenmassen. Oder noch besser (schlimmer): betrunkene Menschenmassen. Check.

„Deia is“. Bei Bierpreisen im zweistelligen Bereich braucht’s ma ordentlich „Diridari“ (so heißt Geld auf bayerisch). Ausreichend Bier wiederum ist wohl das einzige Mittel, um den nächsten Punkt zu ertragen..

Die Musik. Aber mal ernsthaft: Wie viele Maaß muss man trinken, um das gut zu finden??

Und nicht zu vergessen: Der Dresscode. Für mich, die der Bayer an sich wohl als als „Heigaign“ (laut Wiesn-Lexikon: dünne Frau) bezeichnen würde, ist so a Dirndl total unvorteilhaft. Und irgendwie hat das auch immer was von Hausfrau…

Bleibt noch: Der Rummel. Oder Kirmes. Also diese ganzen Karussels und Achterbahnen. „Da griag i an Drahwuam. Do hauds mi arschlings hi.“ (Also mir wird schlecht in diesen Dingern).

Fazit: Der Spaßfaktor auf der Wiesn hielte sich für mich doch sehr in Grenzen. Gerade letztgenannter Punkt löst in vielen Wiesn-Gängern aber die größten Glücksgefühle aus. Da kann die Achterbahn gar nicht hoch genug sein. Was mich an eine Frage erinnert, die mal in einem der Foren auftauchte: Kann man mit Kontaktlinsen Achterbahn fahren? Grundsätzlich spricht nichts dagegen. Gerade weichen Linsen macht es nix aus, wenn es wackelt und über Kopf geht. Harte Linsen können sich bei ganz ruckeligen Bewegungen schonmal aus dem Auge verabschieden. Was zusätzlich ärgerlich ist, denn die kosten ja auch richtig „Diridari“. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, nehmt also lieber weiche (Tages-)Linsen.

Wem es dann allerdings durch den Fahrtwind nicht nur das Gesicht verschiebt, sondern auch die Linse austrocknet, kann ja sicherheitshalber Nachbenetzungstropfen mitnehmen. Oder so kleine Ampullen mit Reinigungslösung. Die ist auch dann praktisch, wenn bei voller Fahrt ein Tierchen oder so unter die Linse geraten sollte.

Zum Abschluss noch ein weiteres Beispiel aus dem Wiesn-Lexikon:

„Oachkatzlschwoaf“ – Beliebtes Beispiel aus dem bairischen Sprache, das Nicht-Bajuvaren vor Augen führen soll, dass sie der korrekten Aussprache nicht mächtig sind. Bedeutung: Schweif eines Eichhörnchens.

Tz…die spinnen, die Bayern 😉

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