Zurück zur Übersicht

Vom Tausch ausgeschlossen. Oder: Warum Second Hand Kontaktlinsen so gar nicht cool sind

Tauschen ist eine prima Sache. Die Aussicht, sich nicht mehr benötigter Sachen zu entledigen, diese aber nicht einfach wegschmeißen zu müssen, sondern anderen damit sogar noch eine Freude zu machen, setzt in einem bisher unbekannte Entrümpelungskräfte frei . Als besonders praktisch erweisen sich diese bei einem chronisch überfüllten Kleiderschrank. Ja, es soll Leute geben, die sowas haben. Also hab ich gehört…

Wenn es dann soweit ist, geht meist das Gegrübele los: Was, wenn Grün nochmal wiederkommt?  Ja und in die Hose wachse ich sicher noch mal rein. Ganz bestimmt. Und woran litt ich, als ich mir diesen Traum in Lila kaufte? Andererseits: Was, wenn Lila nächstes Jahr ganz groß rauskommt? Naja, so geht das dann minuten- und stundenlang und endet meist damit, dass ich die Sachen einmal von links nach rechts und von oben nach unten geräumt habe und mein Schrank hinterher genauso voll ist wie vorher.

Letztens war ich dann auf meiner ersten Kleidertausch-Party. In den USA und Großbritannien schon seit langem gang und gäbe, ist der „Swapping“-Trend  mit einigen Jahren Verzögerung auch zu uns rübergeschwappt. Das Prinzip ist einfach und ziemlich genial: Ich, drei Freundinnen, lecker Essen, Sekt und jede Menge Klamotten. Ganz so geordnet wie bei diesen Mädels lief das allerdings nicht ab.

Wir haben uns für die Variante „Grabbeltisch“ entschieden.

Es gab also weder Bügel noch Kleiderstangen, dafür aber einen großen Klamottenberg mitten im Wohnzimmer. Naja und dann wurde probiert, was die Nähte hielten. Neben einigen..ich sag mal „gewöhnungsbedürftigen“ Kombinationen hat aber jede auch ein paar schicke, neue Outfits ergattern können. Meine Ausbeute: Ein Rock im Matrosenstyle, zwei Tops, ein T-Shirt, ein Sommerrock und ein Langarmshirt. Shopping ohne Kohle auszugeben – großartig. Da lacht das Feen-Herz.

Leider pflegen einige die Tauschkultur dann doch etwas zu intensiv und tauschen auch ihre Kontaktlinsen untereinander. Während aber das Shirt von der Freundin im schlechtetsten Fall blöd aussieht, kann ich mir mit ihren Linsen eine richtig fiese Augenentzündung wegholen, wenn die nicht richtig desinfiziert wurden. Außerdem sieht man bei weichen Linsen nicht, wenn sie nicht richtig auf dem Auge sitzen. Eine Linse, die der besten Freundin „passt“, schmeichelt nicht zwangsläufig der eigenen Augenform. Bei ner Hose quillt hier und da was rüber, das Longshirt ist irgendwie bauchfrei – klare Sache. Bei Weichlinsen aber hat Frau fast immer das Gefühl, dass die passen. Sind halt weich. Ob sie aber tatsächlich richtig sitzen und das Material, also quasi der „Linsenstoff“, auch für die eigenen Augen geeignet ist, kann nur der Optiker mit seinen Geräten sehen.

Daher gilt: Ohne Anpassung keine competition, Ladies!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.