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Halloween. Oder: Horroraugen und Augenhorror liegen manchmal nah beieinander

Am Montag ist Halloween. Das merkt man nicht nur an den vielen (fragwürdigen) Kostümen, die darauf warten, die schwarze Seele in ein entsprechendes Gewand zu hüllen. Auch die Fragen in den Foren nach Farb- und vor allem Funlinsen sind in den letzten zwei Wochen quasi im Minutentakt aufgeploppt. Zu Farblinsen habe ich ja an anderer Stelle schon was gepostet. Funlinsen sind bzw. waren auch für mich Neuland. Krass finde ich ja, dass mittlerweile gefühlt jeder Gemüsehändler Funlinsen anbietet. Ich meine, wir reden hier von Produkten, die auf dem Auge sitzen und bei falscher Anwendung auch mal richtig fiese Schäden anrichten können. Aber gut, so isses. Es wird ja niemand gezwungen, die Linsen dort zu kaufen. In den Forenbeiträgen wurde aber ziemlich deutlich, dass die meisten im Netz bestellen. Gut, dachte ich, das schau ich mir mal an.

Miau. Alte Linsenhäsin mit Katzenaugen.

Miau. Alte Linsenhäsin mit neuen Katzenaugen.

Ich habe mich kurzerhand für das Modell „Horror-Katzenaugen in Grün“ entschieden. Ein paar Tage später kam das Linsen-Päckchen auch schon ins Haus geflattert. Eine kleine Pappschachtel. Aufschrift: Made in Korea. Verkauf in den USA verboten. Hm, ok. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte ich vermutlich mehr Angst um meine Augen als die Kinder, die ich unter Zuhilfenahme der vor mir liegenden Linsen zu erschrecken gedachte, vor mir. Was ich erstaunlich fand, war, dass es sich laut Anbieter um Jahreslinsen handelte, sich aber in der Packung weder eine ausführliche Pflegeanleitung befand, noch der Hinweis, dass, wenn man beabsichtigt die Linsen öfter als einmal zu tragen (FREAK!), man zum Optiker gehen sollte, um Augen und Linsen checken zu lassen. Was aber ne Bombenidee wäre, wenn ich mir die Fragen im Netz so ansehe.

Alte Linsenhäsin, die ich bin,  hab ich trotz gewisser Bedenken meinen ganzen Mut zusammengenommen und sie aufgesetzt.

Zugegeben: Die sahen schon geil aus. Nur angefühlt hat es sich leider nich so geil. Die Linsen waren ziemlich dick und fast komplett mit ner Farbschicht überzogen, sodass ich nicht wirklich gut sehen konnte und jede Bewegung der Linse auf dem Auge entweder gespürt, mindestens aber gesehen habe, weil ich eben nix gesehen habe.  Ich bin ja nun wirklich keine Mimose, wenn es darum geht, mir ins Auge zu fassen oder so. Aber diese recht korpulenten, bunten Exemplare fand ich echt grenzwertig. Mein Auge fing dann auch relativ schnell an zu protestieren. Weiß nicht, ob das an den Linsen lag oder an meinem Augen-Make-up, das zwischenzeitlich vom Lid auf selbige gewandert war.

Funlinsen: Kick nur für nen kurzen Augenblick.

Fazit: Die Bilder kann ich mir einrahmen und an die Wand hängen zur Erinnerung an meine erste Funlinsen-Erfahrung. Mehr als das wird es aber nicht werden. Ich glaube ehrlich gesagt nicht mal, dass ich eine komplette Halloween-Nacht damit durchhalte. Ein Plan B muss her…

Wenn ihr vorhabt, eure Augen für Halloween auf Vampir, Drachen oder andere elustre Gestalten aus der Unterwelt zu pimpen, informiert euch am besten vorher beim Optiker, ob und welche Linsen er empfiehlt. Und nein, Jahreslinsen kann man nicht einfach in Kochsalzlösung legen und sie dann dort bis Karneval drin liegen lassen (an dieser Stelle ein weiterer „Spitzen“vorschlag aus dem Forum: Wasser mit bissel Salz drin…Auauauauauauauauauau…). Auch das Zurücklegen in die Originalverpackung ist so gar keine gute Idee. Sonst habt ihr zur nächsten Party Horroraugen ganz ohne Linsen. Oder um beim Halloween-Vokabular zu bleiben: Das gibt mit Sicherheit Saures. Und das will doch nu wirklich keiner. Miau – ich habe gesprochen.

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