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Über den Wolken. Oder: Ich glaub‘ es tackert.

Diese Woche hatte ich das Vergnügen zu fliegen. Also mit dem Flugzeug. Eigentlich ja eine tolle Sache. Man steigt bei 7 Grad in so ein Ding, schwebt zwei Stündchen durch die Luft und steigt bei 28 Grad Außentemperatur wieder aus. Trotzdem hält sich meine Begeisterung für diese Art der Fortbewegung in Grenzen. Um nicht zu sagen: Ich hasse es. Das fängt mit dem Vorgeplänkel an – warten, Sicherheitscheck, alles auspacken, ausziehen, wieder alles einpacken, anziehen, warten, am Klo anstehen, im Schneckentempo das Flugzeug besteigen, warten bis alle da sind, im Schneckentempo zur Startbahn rollern – nichts für ungeduldige Gemüter wie mich. So richtig spaßig wird’s dann aber erst über den Wolken. Von dem Gewackel bei Luftlöchern mal abgesehen – was mich wirklich fertig macht, ist die Luft in der Kabine. Nach ner halben Stunde Flugzeit hatte ich bereits das Gefühl, als hätte mir jemand meine Gesichtshaut langgezogen und hinter die Ohren getackert. Und auch meine Augen fühlten sich schon sandig an, obwohl man den Strand beim Blick aus dem Fenster nur erahnen konnte. Für den Hinflug hatte ich – in weiser Voraussicht –  entschieden, die Brille aufzusetzen. Vor dem Rückflug aber dachte ich: Fee, du musst auch mal was wagen. Mal so richtig was riskieren. Mal so richtig die Sau rauslassen. Also ließ ich meine Kontaktlinsen – trotz vergessener Nachbenetzungstropfen und Hang zu trockenen Augen – drin. Pünktlich nach ner halben Stunde kam wieder der Tacker. Ok, jetzt nur nicht vergessen zu blinzeln. Und trinken, ganz wichtig. Vor meinem geistigen Auge sah ich meinen Badezimmerschrank mit dem kleinen Augentropfen-Fläschchen vor mir. Verdammt. Gleichzeitig war ich froh, dass ich für meinen kleinen Ausflug in den Süden Tageslinsen eingepackt hatte. Drei Handgriffe später waren die Linsen ab und die Brille prangte erneut auf meiner Nase. Nur der Tacker tackerte munter weiter. Da könnten sich die Airlines echt mal was einfallen lassen. Im Falle einer Notwasserung gibt’s Schwimmwesten, bei Druckabfall kommen Sauerstoffmasken aus der Decke geplumpst – gut und schön. Was aber bei akuter Austrocknung? Gesichtsmasken für die gestresste Haut – das wär’s. Was die Augen angeht, muss sich jeder Linsenträger sein eigenes kleines Urlaubs-Wohlfühl-Päckchen schnüren. Wer wie ich mit trockenen Augen zu kämpfen hat, am besten immer ein Fläschchen Nachbenetzer (denkt dran, nicht mehr als 100 ml mit ins Handgepäck) dabei haben. Oder die Brille nehmen. Ich träume derweil von meinem nächsten Urlaub. Und von Schoko-Gesichtsmasken, die aus Flugzeugkabinendecken fallen. *Seufz*

Über den Wolken...schön, aber auch schön trocken.

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