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Hast du einen Bollerwagen, sollst du keine Brille tragen. Oder?

Morgen ist Herrentag. Oder Vatertag. Je nachdem, in welcher Ecke von Deutschland man beheimatet ist. Vatertag klingt dabei fast wie eine Verharmlosung dessen, was sich vielerorts abspielen wird. Denn statt pädagogisch-wertvollen Vater-Kind-Ausflügen mit Höhle bauen, Feuer machen und Flitzebogen schnitzen werden Männerhorden mit Bollerwagen voll Bier die Landschaft prägen. Oder Bollerwagen mit Männern voll Bier. Je nachdem, wie weit der Tag fortgeschritten ist. Meiner Erfahrung nach ist der Männertag für das feiernde Geschlecht vergleichsweise kurz. Meist machen die ersten schon kurz nach Mittag schlapp (was natürlich am nächsten Tag – bei der „Auswertung“ – richtig Pluspunkte bringt…Männerlogik…).

Ganz ehrlich: Eigentlich kann Mann es als Fehlsichtiger an diesem Tag nicht wirklich richtig machen. Brille? Geht mit achtzigprozentiger Wahrscheinlichkeit entweder zu Bruch oder verloren. Kontaktlinsen? Ist Mann mit fünfundachtzigprozentiger Wahrscheinlichkeit nicht mehr in der Lage, abends aus dem Auge zu nehmen, richtig zu desinfizieren und in den verdammt kleinen Behälter zu legen. Das alles mit frisch gewaschenen Händen versteht sich. Keine Chance.

Streng genommen müsste man den „kleinen Rabauken“ eine von diesen Kindersportbrillen verpassen, so eine mit bruchsicheren Gläsern, die am Kopf mit einem lustigen Gummiband befestigt wird. Das wäre doch mal ein Bild 😉 Die andere Variante mit vergleichsweise geringem Schadensrisiko (aber auch definitiv geringerem Spaßfaktor für die Damen) sind Tageslinsen: Morgens ein Paar frische aufs Auge gesetzt, Party gemacht und abends oder mittags, aber in jedem Fall vor dem Schlafengehen raus damit und in den Müll geworfen.

Neuer Morgen, neues Glück, neue Linsen: Am „Tag danach“ kommt ein frisches Paar auf die Augen. Vorausgesetzt natürlich, der Herr war so clever, sein Haupt in halbwegs zivilisiertem (bezogen auf Zivilisation) Umfeld zu betten, in dem fließendes Wasser aus dem Hahn und Seife fußläufig erreichbar sind. Sonst müssen die Linsen draußen bleiben. Da hilft’s dann, irgendwo eine Brille zumindest im Gepäck zu haben. Manch einer hat ja – so wie ich – eine „Sofabrille“ zu Hause. Ihr Anblick ist nur wenigen (engen) Freunden oder nahen Verwandten vorbehalten (aus gutem Grund, glaubt mir…). Für Anlässe wie den Herrentag, den Mann ja traditionellerweise im Kreise guter Kumpels verbringt und an dem Styling in der Prioritätenliste ganz, ganz, ganz weit unten rangiert, ist so eine Brille genau die richtige! Zwar ist es auch schmerzhaft, wenn sie verloren geht, aber verkraftbar.

Also: Allen Höhlenbauern, Flitzebogenschnitzern und Bollerwagen ziehenden Linsenträgern, die das hier lesen: Einen schönen Herren- slash Vatertag!

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