Zurück zur Übersicht

Durch den Winter mit Kontaktlinsen. Folge 4: Linsen unterm Weihnachtsbaum

Noch dreimal schlafen, dann ist es wieder Zeit für Karpfen, Kartoffelsalat und – Kontaktlinsen? Bei so manchem von euch stehen die kleinen Sehhelfer scheinbar ganz oben auf der Weihnachtswunschliste. Darauf lassen Fragen in den Foren wie diese hier schließen:

Ich möchte mir Kontaktlinsen besorgen, bin 13, (…) meine Tante hat gesagt, sie schenkt die mir zu Weihnachten. Jetzt hab ich die Frage, ob sie die einfach im Drogeriemarkt kriegt oder ob ich extra nochmal zum Arzt muss.

Ok, grundsätzlich spricht nix dagegen, sich Linsen zu Weihnachten zu wünschen. Allerdings gestaltet sich der Weg zu diesem Geschenk ein wenig anders als bei Klamotten oder Büchern. Ja, ich weiß, auch bei Klamotten hätte man so manches Jahr lieber auf den Überraschungseffekt verzichtet, wenn Mutti sich bei der Farbauswahl mal wieder mehr an ihrem eigenen Geschmack als am Style des 25 Jahre jüngeren Empfängers orientiert hat. Aber außer sinnlos verschwendetem Platz im Kleiderschrank sind da keine weiteren schwerwiegenden Nebeneffekte zu erwarten. Anders bei Kontaktlinsen. Wenn Tantchen da einfach in die nächste Drogerie marschiert und  – so viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit – wahllos irgendwelche Linsen kauft, kann die Überraschung eine böse sein. Dann nämlich, wenn der Beschenkte die Linsen voller Euphorie trägt, obwohl diese womöglich gar nicht zu seinen Augen passen. Gerade bei weichen Kontaktlinsen (und nur die bekommt man in der Drogerie) merkt man selber nicht immer, dass sie nicht richtig sitzen. Im Gegenteil: Auch eine falsch sitzende Linse kann sich total angenehm auf dem Auge anfühlen und – so wieviel Heimlichkeit…- unbemerkt dem Auge schaden, weil sie die „Versorgungskanäle“ blockiert und so nicht mehr genug Feuchtigkeit und Sauerstoff ans Auge kommen.

Daher: Wenn ihr euch Kontaktlinsen wünscht, dann bittet den Weihnachtsmann, euch doch einfach einen Gutschein für eine Anpassung zu schenken. Oder ihr lasst die Anpassung schon vor dem Fest machen und nehmt das spendable Familienmitglied mit zum Optiker, damit er oder sie die Linsen gleich vor Ort mit der Kreditkarte des Weihnachtsmannes bezahlt. Dann könnt ihr die Linsen unterm Weihnachtsbaum sogar schonmal „vorführen“ („Wie Sie sehen, sehen Sie nichts“).

Beide Verfahren lassen sich übrigens auch wunderbar auf Klamotten jeglicher Art anwenden. Vielleicht nicht die schlechteste Idee, ne Mutti? In diesem Sinne: Happy X-Mas everyone!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.