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SehFee Foren-Check: Wenn die Kontaktlinse Kopf steht

Neues Jahr, neues Glück und so. Alles ändert sich und trotzdem bleibt doch irgendwie alles beim Alten. So auch in den Foren. Da wartet zu Beginn des neuen Jahres wieder eine Fülle an haarsträubenden, skurrilen aber auch sehr interessanten Fragen, denen ich hier im Blog auf den Grund gehen will.

Und so trug es sich zu, dass folgendes Problem eines users meine Aufmerksamkeit erregte:

Habe gerade gemerkt, dass ich die ganzen Jahre lang meine Linsen verkehrt herum getragen hab. Ist das irgendwie schädlich?

Mir stellte sich spontan die Frage, wie das geht, dass jemand jahrelang seine Linsen falsch herum trägt, ohne was zu merken. Das muss sich doch total unangenehm anfühlen. Eine umgestülpte Kontaktlinse sitzt nämlich beweglicher als eine, die richtig herum getragen wird, weil der Rand der Linse immer ein bisschen nach außen gewölbt ist. Wie groß der Unterschied zwischen richtig und falsch sitzender Linse ist, hängt von der Art der Kontaktlinse ab. Hier gilt: Je weicher und dünner eine Linse ist, desto weniger spürt man den Unterschied. Bei Silikonhydrogellinsen zum Beispiel, die deutlich härter sind als normale Weichlinsen, fühlt es sich mit Sicherheit unangenehm an, wenn die Linse falsch herum auf dem Auge liegt.

Der user hat aber offensichtlich all die Jahre nichts Unangenehmes gemerkt. Vielleicht wurden seine Linsen auch gar nicht angepasst und er war noch nie beim Optiker, sodass er sich mit einem leicht unangenehmen Gefühl beim Tragen abgefunden hat nach, dem Motto: So ist das halt, wenn man Kontaktlinsen trägt. Sprich: Er weiß eventuell gar nicht, wie angenehm Linsentragen sein kann. Das wäre ganz schön ärgerlich. Und leider lässt sich auch nicht mit Sicherheit ausschließen, dass die verkehrt sitzende Linse Schäden hinterlassen hat, auch wenn der user keine Beschwerden hat. Gerade Schädigungen an der Innenseite des Oberlids entwickeln sich langsam und kaum spürbar. Ob da was im Argen liegt, kann nur ein Spezialist sehen, also ein Augenoptiker oder Augenarzt. Der muss auch gucken, ob der user die Linsen richtig herum überhaupt verträgt oder ob sie dann nicht vielleicht zu fest sitzen. In dem Fall müssten neue Linsen angepasst werden.

Also, wenn ihr sicher gehen wollt, dass bei euch nicht verkehrte Welt auf den Augen herrscht, lasst euch Kontaktlinsen beim Optiker anpassen. Da wird euch alles genau gezeigt und erklärt, sodass ihr danach eine umgestülpte Linse auf 17 Kilometer Entfernung erkennt und euch die ganz sicher so nicht aufs Auge setzt. Naja und falls doch mal ’nen Dreher dabei sein sollte, gibt’s ja immer doch den jährlichen Check beim Optiker. Spätestens dann wird euch gesagt, wenn was nicht stimmt mit Linse und Auge.

Mensch, gerade mal Januar und schon wieder was gelernt… 🙂

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