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SehFee Foren-Check: Weichlinsenflüssigkeit – Die Lösung auch für Hartlinsen?

Wie heißt es so schön: Not macht erfinderisch. Dabei muss es nicht mal die große, existenzielle Bedrohung sein. Auch die kleinen Nöte des Alltags lassen unsere Gehirnwindungen auf Hochtouren laufen und im besten Fall kreative Ideen dabei rumkommen. Im schlechtesten Fall aber auch haarsträubende Einfälle, die mehr schaden als dass sie nutzen.

Als Kontaktlinsenträger ist man mit kleinen und großen Alltags-Notsituationen bestens vertraut: Spontanübernachtung bei der Freundin und keine Flüssigkeit zum Aufbewahren dabei, im Kino kurz am Auge gerieben und dabei die Kontaktlinse ins Dunkel des Kinosaals befördert oder eben der ständig wiederkehrende finanzielle Engpass Ende des Monats, der uns überlegen lässt, an welchen Ecken sich noch der ein oder andere Euro rausholen lässt. Das ist allzu menschlich und verständlich. ABER: Kontaktlinsen sind nichts, an dem man sparen sollte. „Hauptsache billig“ ist hier definitiv der falsche Ansatz. Wer sich qualitativ gute Linsen, die eine entsprechende Anpassung beim Augenoptiker voraussetzen, und das passende Pflegezubehör nicht leisten kann, sollte die Finger von Kontaktlinsen lassen oder warten, bis er das Geld dafür über hat. Alles andere kann sonst die Augen sprichwörtlich „teuer zu stehen kommen“. Aber mitunter geht ja vielleicht doch was. Das hat sich auch ein user im Forum gedacht und folgende Frage gestellt:

Kann ich für formstabile Linsen auch Kontaktlinsenflüssigkeit für weiche Linsen verwenden? Oder schadet ihnen das? Möchte nicht immer so viel für die teure Flüssigkeit der formstabilen Linsen ausgeben!

Erstmal war ich ein bisschen erstaunt über die Frage. Denn normalerweise sind die Hartlinsenmittel um einiges billiger als Weichlinsenlösungen. Und man braucht auch weniger davon. Der user scheint nun aber eine Weichlinsenlösung zu haben, die billiger ist, was bei mir spontan die Frage aufwirft, was da wohl drin steckt. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass es sich um eine ziemlich „traurige Soße“ handeln muss. Wenn dem jedoch nicht so ist, was nur ein Spezialist vor Ort beurteilen sollte, könnte man das Weichlinsenmittel theoretisch auch für harte Linsen verwenden. Aber optimal ist das nicht. Denn Hartlinsenlösungen müssen nicht isotonisch sein, da die Linsen ja nicht quellen oder schrumpeln können. Deshalb kann man höhere Konzentrationen wählen oder deutlich effektivere Reiniger. Insofern geht euch Leistung verloren, wenn ihr stattdessen eine Weichlinsenlösung nehmt. Aber schädlich für Mensch oder Linsen ist das nicht. Aber eben auch nicht besser für den Geldbeutel.

Und wieder was gelernt 🙂

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