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Kaputt ist kaputt: Kontaktlinsen mit Riss gehören in die Tonne

Recycling ist eine gute Sache. Findet ihr nicht auch? Ich bin der Meinung, dass man Dinge nicht immer gleich wegschmeißen sollte, nur weil sie eine kleine Delle haben, ein Loch oder weil es einfach so viel bequemer ist, was Neues zu kaufen. Glücklicherweise scheinen das auch immer mehr Menschen so zu sehen. Recycling und sogar „Upcycling“, also wenn aus Müll noch was richtig Cooles entsteht, sind groß im Trend.

Nun gehören Kontaktlinsen aber leider zu den wenigen Dingen, die sich – einmal kaputt – nicht mehr reparieren lassen. Klar ist das schade. Und ärgerlich – erst recht, wenn ihr die neue Packung gerade aufgemacht und die Linse innerhalb der ersten fünf Minuten in Freiheit geschrottet habt. Da reichen ja manchmal schon zu lange Fingernägel und zack! ist ein kleiner Riss in der Weichlinse. Doch egal wie miniwinzigklein der ist: Die Linse hat definitiv ausgedient. Zu groß ist die Gefahr, dass die gerissene Stelle auf der Hornhaut rumsäbelt und diese verletzt. Durch so eine Wunde können dann ganz leicht Bakterien ins Auge eindringen, was in der Folge viel schmerzhafter ist als der Verlust eures Sehhelfers.

Vom Fußboden essen – warum nicht. Kontaktlinsen vom Boden? Nein!

Was leider auch ziemlich oft passiert: Die Kontaktlinse fällt beim Versuch, sie aufzusetzen, auf den Boden und ist erstmal nicht auffindbar. Kennt wohl jeder diese Situation. Man sucht und sucht und könnte durchdrehen, weil man es eilig hat und überhaupt: Wie weit kann so eine Linse schon fliegen? Und so unsichtbar ist sie ja nun auch nicht. Trotzdem bleibt sie (wie) vom Erdboden verschwunden. Das natürlich nur, bis man abends nach Hause kommt und sie schon funkeln sieht, noch bevor man ganz um die Ecke gebogen ist. Wieder eins dieser “Kontaktlinsen-Mysterien“ (ein potentieller Bestseller-Titel?). Auch hier bleibt euch nix anderes übrig, als die Linse vom Fußboden zu pulen und auf direktem Wege in den nächstgelegenen Mülleimer zu befördern. Zumindest, wenn es eine Weichlinse ist. Denn wenn die einmal austrocknet, verliert sie ihre Form – und die bekommt sie auch nicht mehr zurück, wenn ihr sie in Desinfektionslösung legt. Hinzu kommt, dass sich selbst auf einem frisch gewienerten Fußboden jede Menge Bakterien tummeln, die sich während eurer Abwesenheit in aller Ruhe im Linsenmaterial eingenistet haben können. Heißt: Die Linse sitzt nicht nur nicht mehr richtig, sondern ist auch noch schön verkeimt. Jetzt muss auch der engagierteste Umweltfreund einsehen, dass da nix mehr zu retten ist. Es sei denn, ihr seid so ganz kreativ unterwegs und findet für die Linse noch anderweitige Verwendung. Als Obstschale in der Puppenstube oder Frühlingsdeko im Zwerghamsterkäfig zum Beispiel. Klassisches Upcycling eben – mit positivem Effekt für Mensch und Umwelt. Denn den Hamster freut’s bestimmt – und eure Augen sowieso.

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