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Google-Kontaktlinsen: Netzwelt auf der Hornhaut

Ich bin ja immer wieder erstaunt, was technisch so alles möglich ist. Manche Dinge wollen mir einfach nicht in den Kopf. Sobald ich zum Beispiel anfange, darüber nachzudenken, wie ein kleines Metalldingens dafür sorgt, dass ich hier fröhlich am Rechner meinen Senf zum Weltgeschehen dazugeben kann, krieg ich Kopfflimmern. Überhaupt diese Sache mit den Nullen und den Einsen – gruselig.

Nun also die „Google-Kontaktlinse“. Schon als Google vor kurzem seine „Cyberbrille“ vorgestellt hat, die Daten direkt vor das Auge projiziert, hat das in den Foren für Diskussionen gesorgt. Einige von euch sahen es eher praktisch und wollten direkt den Preis wissen, andere fürchteten, in Zukunft unbemerkt von anderen Brillenträgern ausspioniert zu  werden. Wenn die Technik dann irgendwann auch für die Kontaktlinse funktioniert, haben wir überhaupt keine Anhaltspunkte mehr, ob sich unser Gegenüber über unsere Anwesenheit freut oder über die Bilder der Party von vergangener Nacht, die ihm gerade frisch über die Linse laufen.

Bis es soweit ist, wird es aber wohl noch etwas dauern. Schließlich muss die Linse WLAN-fähig sein und will mit Strom versorgt werden. Und so’n Router oder Akku im Auge macht sich einfach nicht gut.

High-Tech hin oder her: Die Kontaktlinse schwimmt auf unserem sensibelsten Sinnesorgan. Da können die Partybilder noch so lustig sein: Wenn Material und Passform nicht stimmen, macht es einfach keinen Spaß und schadet mehr, als dass die neue Technik eventuell nützt. Ob letztere sich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. So richtig vorstellen kann ich mir das nicht. LED im Auge….Ich hab Kopfflimmern.

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