Ortho-K-Linsen

Kurzsichtig ins Bett – topsichtig aufwachen

Orthokeratologische Linsen sind spezielle formstabile Linsen, die ausschließlich über Nacht getragen werden. In dieser Zeit üben sie einen leichten Druck auf die Hornhaut aus, sodass diese sich so verformt, dass man tagsüber ganz normal sehen kann. Das Ganze funktioniert aber nicht gleich nach der ersten Nacht, obwohl sich da die Kurzsichtigkeit schon um bis zu 70 Prozent verringern kann.

Linsen immer schön tragen und die Hornhaut bei Laune halten.

Normalerweise dauert es so zwischen drei und fünf Tagen, bis man am Tage richtig scharf sieht. Allerdings nur so lange, wie man die Linsen jede Nacht trägt. Denn sobald man eine Pause einlegt, schiebt sich die Hornhaut langsam wieder in ihre ursprüngliche Form zurück und die Kurzsichtigkeit ist wieder da. Auch ist es am Anfang so, dass die Sehkraft nicht den ganzen Tag stabil bleibt und sich die Fehlsichtigkeit am Abend wieder bemerkbar macht. Nach etwa einem Monat ist das aber auch vorbei und man kann mindestens 16 Stunden ganz normal sehen.

Zurück geht mit Ortho-K-Linsen immer.

Der Vorteil dieser Linsen liegt auf der Hand: Man braucht tagsüber weder Brille noch Kontaktlinsen. Und die Verformung der Hornhaut ist kein dauerhafter Eingriff, sondern kann jederzeit wieder rückgängig gemacht werden. Allerdings eignen sich Ortho-K-Linsen nur, um eine geringe bis mittlere Kurzsichtigkeit und eine geringe Hornhautverkrümmung auszugleichen. Alles, was stärker als minus 4,5 ist, kann mit diesen Linsen bisher noch nicht korrigiert werden.

Übrigens, die SehFee war bei einer Ortho-K-Anpassung dabei. Was sie dabei erlebt hat, könnt ihr im Blog nachlesen.

Ortho-K-Linsen sind eine tolle Sache für alle, die nix gegen formstabile Linsen haben, einen guten und gesunden Schlaf haben und ganz penibel bei der Pflege sind. Aber nicht alle Augenoptiker können diese Linsen anpassen. Sie müssen speziell geschult sein und brauchen eine entsprechende Zertifizierung.